Spielerschutz

Glücksspiel kann für manche Menschen zu einem ernsthaften Problem werden. Diese Seite informiert über Warnsignale, Selbstkontrollinstrumente und Anlaufstellen in Österreich. Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld Bedenken bezüglich des eigenen Spielverhaltens haben, finden Sie hier erste Orientierungspunkte und konkrete Hilfsressourcen.

Erste Anzeichen erkennen

Problematisches Spielen entwickelt sich oft schrittweise. Die Vorsorge und das Erkennen früher Warnsignale können entscheidend sein. Ein erhöhtes Spielverlangen nach ersten Gewinnen, längeres Spielen als geplant, wachsende Einsätze oder das Verheimlichen des Spielverhaltens vor Familie und Freunden gehören zu den ersten Symptomen. Mit der Zeit können Probleme entstehen: erhebliche finanzielle Verluste, Schwierigkeiten, Ersparnisse oder Kredite aufzunehmen, und zunehmend Konflikte im persönlichen und beruflichen Umfeld.

Problematisches Spielen im fortgeschrittenen Stadium

In späteren Phasen wird das Glücksspiel zwanghaft. Betroffene versuchen, frühere Verluste durch weitere Einsätze auszugleichen, was meist zu noch höheren Verlusten führt. Lügen gegenüber nahestehenden Personen werden häufiger, und in manchen Fällen entstehen ernsthafte finanzielle und rechtliche Probleme. Die meisten Menschen mit Spielsucht können ohne professionelle Unterstützung nicht aus eigener Kraft aus diesem Kreislauf ausbrechen.

Selbsttest und Online-Unterstützung

Österreich bietet kostenlosen Zugang zu einem Selbsttest zur Spielsucht, den Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen finden können. Zusätzlich gibt es einen anonymen Online-Kurs namens Genuggespielt, der speziell Menschen mit Glücksspielproblemen unterstützen soll und kostenlos verfügbar ist.

Anlaufstellen in Österreich

Österreich verfügt über ein dichtes Netzwerk spezialisierter Beratungs- und Behandlungszentren für Spielsucht. Die bekannteste und älteste Einrichtung ist die Spielsuchthilfe in Wien, die seit 1982 existiert und kostenlos sowie anonym medizinische, psychologische und psychotherapeutische Hilfe anbietet. Daneben gibt es das Anton Proksch Institut und weitere spezialisierte Zentren in allen Bundesländern. Die Dienste sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht.

Beratung für Angehörige

Familienmitglieder und Angehörige von Betroffenen erhalten ebenfalls Unterstützung. Die meisten Beratungsstellen bieten spezielle Sprechstunden für Angehörige an, da problematisches Spielen nicht nur den Betroffenen selbst belastet, sondern die gesamte Familie betrifft.

Kontakt und nächste Schritte

Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Hilfe suchen, können Sie sich an die Spielsuchthilfe oder eines der regionalen Zentren in Ihrem Bundesland wenden. Eine vollständige Übersicht aller Beratungsstellen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen. Bei Fragen zu diesem Informationsangebot erreichen Sie die Redaktion von klyroll.net über das Kontaktformular auf dieser Website.